BSW Sachsen-Anhalt warnt: Chemie-Standort Leuna droht der Kollaps – Dominoeffekt verhindern!

Pressearchiv
, 11. Januar 2026

Magdeburg/Leuna, [11.Januar 2025] – Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Sachsen-Anhalt schlägt Alarm angesichts der dramatischen Entwicklungen am Chemiestandort Leuna. Nach der Insolvenzanmeldung des Traditionsunternehmens Domo Caproleuna am 25. Dezember ist nun eine entscheidende Zwischenfinanzierung geplatzt. Damit steht die Anlage unmittelbar vor der Abschaltung – ein Schritt, der nicht nur technische Schäden an den Anlagen verursachen würde, sondern 550 Beschäftigte ihre Existenz kosten könnte.

Für das BSW Sachsen-Anhalt ist diese Nachricht mehr als nur eine schlechte Wirtschaftsmeldung; es ist ein Vorbote einer drohenden De-Industrialisierung, die eine ganze Region in die Verarmung treiben könnte. Wir befürchten einen fatalen Dominoeffekt, der auf andere Betriebe im Chemiepark Leuna und auf zahlreiche abhängige Zulieferer und Dienstleister übergreift.

Thomas Schulze, Ko-Vorsitzender des BSW Sachsen-Anhalt, erklärt hierzu:
„Leuna ist mehr als ein Chemiepark – es ist ein traditionsreicher Industriestandort und das Herz unserer regionalen Wirtschaft. Wir brauchen bezahlbare Energie, wir müssen unsere Industrie schützen und wir brauchen auch umgehend wieder Handelsbeziehungen zu Russland, insbesondere Energielieferungen. Nur so können wir stabile Rahmenbedingungen schaffen und einen weiteren Verfall industrieller Wertschöpfung verhindern.“

Das BSW Sachsen-Anhalt fordert daher mit Nachdruck:

  1. Schutz bestehender Industriestandorte: Der Erhalt unserer gewachsenen Industrie muss absoluten Vorrang haben vor Investitionen in neue Rüstungskonzerne. Wir dürfen unsere wirtschaftliche Substanz nicht opfern.
  2. Bezahlbare Energie für die Industrie: Energieintensive Betriebe in der Chemieregion benötigen sofortige Entlastung. Eine Neuausrichtung der deutschen Energiepolitik muss die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie wieder in den Mittelpunkt stellen.
  3. Stopp der Wirtschaftssanktionen und Wiederaufnahme der Handelsbeziehung mit Russland: Die Sanktionspolitik gegen Russland schadet primär unserer eigenen Wirtschaft und Energieversorgung. Sie führt zu teuren Importen und gefährdet die Versorgungssicherheit. Wir fordern die Rückkehr zu vernünftigen Handelsbeziehungen, insbesondere im Energiesektor. Dies ist der einzige Weg, um eine verlässliche und günstige Energieversorgung für Industrie und Verbraucher dauerhaft zu sichern.

Das BSW Sachsen-Anhalt steht solidarisch an der Seite der 550 Beschäftigten von Domo Caproleuna und aller Arbeitnehmer im Chemiepark Leuna, die um ihre Zukunft bangen.

Blick auf die Landtagswahl 2026: Eine Stimme für Vernunft und Gerechtigkeit

Mit Blick auf die Landtagswahl 2026 macht das BSW Sachsen-Anhalt deutlich: Wir sind die Alternative für alle, die sich eine Politik der wirtschaftlichen Vernunft und sozialen Gerechtigkeit wünschen. Wir stehen für den Erhalt unserer industriellen Basis, für sichere Arbeitsplätze und für eine Außenpolitik, die auf Diplomatie statt auf Eskalation setzt. Das BSW kämpft gegen den sozialen Abstieg und für eine Zukunft, in der die Interessen der Bürger und der heimischen Wirtschaft wieder im Mittelpunkt stehen – nicht ideologische Experimente oder die Profite der Rüstungsindustrie. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, diesen Weg der Erneuerung gemeinsam mit uns zu gehen.

Auch interessant

03 Feb.

Pflege darf nicht arm machen!

Aktuelles – Immer mehr Seniorinnen und Senioren in Sachsen-Anhalt können die Kosten für einen Pflegeheimplatz nicht mehr aus eigener Kraft tragen. Über 11.000 Pflegebedürftige sind bereits auf Sozialhilfe angewiesen – Tendenz steigend. Die monatlichen Eigenanteile liegen im Schnitt bei rund 2.700 Euro, während die durchschnittliche Rente nicht einmal die Hälfte davon beträgt. Pflegebedürftigkeit wird so zum Armutsrisiko.Das…

31 Jan.

Falsche Berichterstattung in der MZ: Keine „Verurteilung wegen Falschaussage“

Pressearchiv – In der Mitteldeutschen Zeitung erschien kürzlich ein Artikel unter der Überschrift„BSW-Chef wegen Falschaussage verurteilt“. Diese Überschrift – und die damit verbundene Darstellung – ist sachlich falsch und erweckt einen irreführenden Eindruck. Entgegen der Berichterstattung liegt keine strafrechtliche Verurteilung wegen einer Falschaussage vor. Eine Falschaussage ist ein strafrechtlicher Tatbestand, der ausschließlich im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens…

18 Jan.

WELT-Interview mit John Lucas Dittrich

Pressearchiv – In einem aktuellen Interview spricht unser Landesvorsitzender John Lucas Dittrich offen über die Lage im Land und die Rolle des BSW vor der Landtagswahl. Er sagt deutlich, warum viele Menschen Politik nicht mehr ernst nehmen: zu viel Taktik, zu viele Brandmauern, zu wenig Lösungen für den Alltag. Steigende Preise, teure Energie, unsichere Renten und der…

09 Jan.

BSW Sachsen-Anhalt: Haseloffs Amtsverzicht und „Inthronisierung“ von Sven Schulze ist schwerer Wählerbetrug 

Pressearchiv – Magdeburg, (08.01.2026) – Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Sachsen-Anhalt äußert scharfe Kritik an den bekannt gewordenen Plänen der CDU, wonach Ministerpräsident Reiner Haseloff Ende Januar vorzeitig von seinem Amt zurücktreten soll, um den Weg für Sven Schulze frei zu machen. Ziel dieses Manövers ist es offensichtlich, Schulze mit dem Amtsbonus eines Ministerpräsidenten in den Landtagswahlkampf…

  • 03 Feb. Pflege darf nicht arm machen!

    Aktuelles Immer mehr Seniorinnen und Senioren in Sachsen-Anhalt können die Kosten für einen Pflegeheimplatz nicht mehr aus eigener Kraft tragen. Über 11.000 Pflegebedürftige sind bereits auf Sozialhilfe angewiesen – Tendenz steigend. Die monatlichen Eigenanteile liegen im Schnitt bei rund 2.700 Euro, während die durchschnittliche Rente nicht einmal die Hälfte davon beträgt. Pflegebedürftigkeit wird so zum Armutsrisiko.Das…

  • 31 Jan. Falsche Berichterstattung in der MZ: Keine „Verurteilung wegen Falschaussage“

    Pressearchiv In der Mitteldeutschen Zeitung erschien kürzlich ein Artikel unter der Überschrift„BSW-Chef wegen Falschaussage verurteilt“. Diese Überschrift – und die damit verbundene Darstellung – ist sachlich falsch und erweckt einen irreführenden Eindruck. Entgegen der Berichterstattung liegt keine strafrechtliche Verurteilung wegen einer Falschaussage vor. Eine Falschaussage ist ein strafrechtlicher Tatbestand, der ausschließlich im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens…

  • 18 Jan. WELT-Interview mit John Lucas Dittrich

    Pressearchiv In einem aktuellen Interview spricht unser Landesvorsitzender John Lucas Dittrich offen über die Lage im Land und die Rolle des BSW vor der Landtagswahl. Er sagt deutlich, warum viele Menschen Politik nicht mehr ernst nehmen: zu viel Taktik, zu viele Brandmauern, zu wenig Lösungen für den Alltag. Steigende Preise, teure Energie, unsichere Renten und der…

  • 09 Jan. BSW Sachsen-Anhalt: Haseloffs Amtsverzicht und „Inthronisierung“ von Sven Schulze ist schwerer Wählerbetrug 

    Pressearchiv Magdeburg, (08.01.2026) – Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Sachsen-Anhalt äußert scharfe Kritik an den bekannt gewordenen Plänen der CDU, wonach Ministerpräsident Reiner Haseloff Ende Januar vorzeitig von seinem Amt zurücktreten soll, um den Weg für Sven Schulze frei zu machen. Ziel dieses Manövers ist es offensichtlich, Schulze mit dem Amtsbonus eines Ministerpräsidenten in den Landtagswahlkampf…

Sie haben Fragen?

Welche inhaltlichen Positionen vertritt die neue Partei? Wie kann ich das BSW unterstützen? Wie kann ich Unterstützer oder Förderer werden und was ist der Unterschied? Sicher haben Sie viele Fragen. Wir haben versucht, einen Großteil Ihrer möglichen Fragen zu beantworten und leiten Sie hierzu auf die Website der Bundespartei weiter.

Zu den FAQ