Insolvenz von DOMO Leuna ist deutliches Warnsignal – BSW fordert Kurswechsel in der Energiepolitik - Chemiestandort Leuna leidet an den immer noch zu hohen Energiepreisen.
,Leuna / Sachsen-Anhalt.
Am 25. Dezember 2026, ausgerechnet am 1. Weihnachtsfeiertag, meldete die DOMO Chemicals Germany GmbH Insolvenz an. Damit bangen 550 Beschäftigte um ihre Arbeitsplätze und ihre berufliche Zukunft. Das Unternehmen, das technische Kunststoffe unter anderem für die Automobilindustrie herstellt, zählt zu den zentralen Industriearbeitgebern im Chemiedreieck im Süden Sachsen-Anhalts. Mit der Insolvenz verliert der Standort Leuna weiter an wirtschaftlicher Attraktivität.
„Auch wenn ein Teil der Ursachen sicherlich beim belgischen Mutterkonzern liegt, verschärfen die schwierigen Standortbedingungen die Lage erheblich und machen Leuna zunehmend unattraktiv und nicht konkurrenzfähig“, erklärt Thomas Schulze, Ko‑Vorsitzender des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Sachsen‑Anhalt.
„Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland und der geplante vollständige Importstopp der Europäischen Union für russisches Erdgas ab 2027 wirken wie ein Bumerang und treffen zuerst unsere heimische Industrie. Bezahlbare Energie fehlt, energieintensive Betriebe geraten massiv unter Druck. Sehenden Auges steuern wir auf eine industrielle Katastrophe zu – und erneut sind es die Menschen im Osten der Republik, die die Folgen einer ideologisch geprägten und kurzsichtigen Politik am stärksten tragen müssen.“
Für das BSW Sachsen-Anhalt ist die Insolvenz von DOMO Leuna ein klares Alarmsignal. Die Landes- und Bundespolitik müsse endlich den Kurs wechseln und sich an den realen Bedürfnissen von Beschäftigten, Unternehmen und Regionen orientieren – statt an parteipolitischer Ideologie.
„Sachsen-Anhalt braucht eine Politik, die Arbeitsplätze sichert, industrielle Wertschöpfung erhält und Energie wieder bezahlbar macht“, so Schulze weiter. „2026 haben die Bürgerinnen und Bürger Sachsen‑Anhalts die Wahl. Mit dem BSW steht eine frische politische Kraft bereit, die Vernunft, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stabilität wieder in den Mittelpunkt stellt.“