Michael Lüders bei „Talk im Hangar-7“ – Klartext zum Gaza-Krieg und Europas Verantwortung
Beim „Talk im Hangar-7“ am 22. Mai sprach der BSW-Politiker und Nahost-Experte Michael Lüders über den andauernden Krieg im Gazastreifen – und übte deutliche Kritik an der westlichen Doppelmoral. Während internationale Hilfsorganisationen die humanitäre Lage in Gaza als katastrophal beschreiben, will die EU weiterhin an ihrer Partnerschaft mit Israel festhalten. Lüders stellt klar: Israels militärisches Vorgehen ist ein schwerer Bruch des Völkerrechts – und Europa macht sich durch Wegsehen und Waffenlieferungen mitverantwortlich.
Die Diskussion war von starken Gegensätzen geprägt. Kai Diekmann, Ex-BILD-Chefredakteur, relativierte die israelischen Angriffe als legitime Reaktion und übernahm weitgehend die offizielle israelische Lesart. Regula Stämpfliwiederum lenkte die Debatte früh in Richtung Antisemitismusvorwurf – ein häufiges Mittel, um Kritik an Israels Vorgehen pauschal zu delegitimieren.
Michael Lüders hielt dem klar entgegen: „Wer den Begriff Völkermord nicht in den Mund nehmen will, obwohl Zehntausende Zivilisten getötet wurden, macht sich moralisch und politisch unglaubwürdig.“
Auch der palästinensische Botschafter in Österreich, Salah Abdel Shafi, fand klare Worte.
Das BSW steht für eine Politik der Aufrichtigkeit, des Völkerrechts und der Menschlichkeit – gerade auch im Nahen Osten. Michael Lüders hat in dieser Debatte eine notwendige Gegenposition markiert.
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„In Gaza findet derzeit die größte Operation zur ethnischen Säuberung seit dem Zweiten Weltkrieg statt.“ Mit diesem Zitat des ehemaligen EU-Außenbeauftragten Josep Borrell löste BSW-Politiker Michael Lüders bei Roderich Kiesewetter und Marie-Agnes Strack-Zimmermann in der ARD-Sendung „hart aber fair“ Schnappatmung aus. Denn der CDU-Hardliner fantasiert lieber von der dauerhaften Vertreibung der Palästinenser in arabische Nachbarstaaten wie Syrien, Jordanien oder den Libanon. Und die FDP-Rüstungslobbyistin verteidigt, wen wundert’s, deutsche Waffenlieferungen an Israel, mit denen weiterhin Zivilisten getötet werden. Kritik an der völkerrechtswidrigen Besatzung im Westjordanland, dem Aushungern der Palästinenser in Gaza oder der ungestörten Fortsetzung der illegalen Siedlungspolitik? Unerwünscht!
BSW-Nahostexperte Michael Lüders redet Klartext: So sieht keine realistische Lösung aus! Die zynische Akzeptanz der israelischen Verbrechen zerstört den Ruf Deutschlands in der Welt – vor allem im Globalen Süden. Was derzeit im Gazastreifen passiert, ist eine humanitäre Katastrophe historischen Ausmaßes. Amnesty International schlägt Alarm, Israel begehe „weiterhin einen Genozid an den Palästinensern in Gaza“. Auch Fabio de Masi und Sevim Dağdelen beziehen Position.
Das BSW fordert:
✅Deutschland sollte wie andere EU-Länder Palästina als Staat anerkennen.
✅Sofortige Einstellung der Waffenlieferungen an Israel!
✅Es braucht endlich eine deutsche Außenpolitik, die nicht länger schweigt, relativiert oder mit zweierlei Maß misst.